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Merle wechselt die Station, nicht den Arbeitgeber

Wenn ein Einsatz nicht passt, ist die Frage nicht, ob du kündigst, sondern wann der nächste anfängt.

September 20266 min LesezeitPromedis24 Redaktion

Krankenpflegerin mit Rucksack und Stethoskop geht in blauer Dienstkleidung vor einem Klinikgebäude
Krankenpflegerin mit Rucksack und Stethoskop geht in blauer Dienstkleidung vor einem Klinikgebäude

Merle, 27, arbeitet als Gesundheits- und Krankenpflegerin in Hamburg. Ihr erster Einsatz lag auf einer Station, die sie sich anders vorgestellt hatte: viel Wechsel im Team, eine Einarbeitung aus zwei Vormittagen und ein Schwerpunkt, mit dem sie zuletzt in der Ausbildung zu tun hatte. Das Haus war in Ordnung. Die Station war es für sie nicht.

Sie hat zwei Wochen gewartet, bevor sie etwas gesagt hat. Nicht aus Höflichkeit, sondern weil die erste Woche nirgends die Wahrheit über einen Ort erzählt. In der dritten Woche war die Liste konkret genug für ein Telefonat: welche Handgriffe ihr fehlten, welche Fragen niemand beantwortete, an welchen Tagen der Plan von Anfang an nicht aufging.

Ein Einsatz endet, der Vertrag läuft weiter — ohne neue Unterschrift, ohne neue Probezeit.
Promedis24 Redaktion

Das Telefonat ging an die Niederlassung, nicht an die Stationsleitung. Das ist der Unterschied, den das Modell macht: Merles Arbeitgeber ist Promedis24, das Haus ist der Einsatzort. Wer den Einsatz beendet, kündigt deshalb nichts.

Der Wechsel war trotzdem kein Knopfdruck. Es gab ein Gespräch darüber, was genau nicht gepasst hat, damit der nächste Vorschlag nicht denselben Fehler wiederholt, und es gab ein Datum, bis zu dem sie geblieben ist. Beides gehört dazu, und beides wusste sie vorher.

Seit dem Wechsel arbeitet sie in einer Fachrichtung, die sie selbst benannt hat. Ihr Vertrag ist derselbe geblieben: kein neuer Arbeitgeber, keine neue Unterschrift, keine neue Probezeit. Was sich geändert hat, ist die Adresse, die morgens in ihrem Kalender steht.

Was sie heute anders macht: Sie beschreibt vor der Zusage, wie eine Einarbeitung aussehen soll, und fragt, wer sie übernimmt. Ein Haus, das darauf eine Antwort hat, hat sie meistens auch am dritten Tag. Und wenn nicht, weiß sie inzwischen, wen sie anruft.

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Menschen an einem langen Tisch, Gläser und Teller, Abendlicht
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