Zu wenig Pflegekräfte wollen sich impfen lassen – warum bloß?!

Sie sehen in den Krankenhäusern und Seniorenheimen mit eigenen Augen, welches Leid COVID-19 anrichtet, und trotzdem schrecken ausgerechnet viele Pflegekräfte davor zurück, sich impfen zu lassen. Dabei gehören sie sogar zu der Gruppe, die als erste die Immunisierung in Anspruch nehmen dürfen – neben Pflegebedürftigen, Ärzten und Menschen über 80 Jahren. Aber nur knapp 50 Prozent der Pflegenden in Deutschland würden sich zurzeit gegen SARS-CoV-2 impfen lassen. Das ergibt eine Umfrage der Deutschen Gesellschaft für Internistische Intensiv- und Notfallmedizin (DGIIN) und der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin.

Corona-Impfstoff: Angst siegt über Vernunft

An der anonymen Online-Befragung nahmen 2.305 Ärzte und Pflegekräfte teil, von denen die meisten auf Intensivstationen arbeiten. 70 Prozent der Teilnehmer verfügen über eine Berufserfahrung von mehr als zehn Jahren. Knapp 75 Prozent geben an, dass sie die Impfung für wichtig bei der Eindämmung der Pandemie halten. Aber trotzdem überwiegt die Angst: Gut die Hälfte der befragten Pflegekräfte äußern Bedenken bezüglich Nebenwirkungen, 20 Prozent haben sogar starke Bedenken. 55 Prozent fürchten Langzeitschäden und 25 Prozent haben sogar sehr große Angst davor, welche späteren gesundheitlichen Beeinträchtigungen eine Impfung eventuell bewirken könnten. Allen Aufklärungskampagnen zum Trotz herrscht also eine große Skepsis. Christian Karagiannidis, Präsident der DGIIN, erklärt diesen Trend so: „Trotz der Erkenntnis, dass es ohne eine Impfung nicht zum Verdrängen der Pandemie kommen kann, bestehen insbesondere unter Pflegenden erhebliche Bedenken. Das Ergebnis der Umfrage drückt die Sorgen vor einem neuen Impfstoff aus, bei dem es noch keine Langzeiterfahrung gibt.“

Bloß nicht der Erste sein

Ähnlich sieht es bei den Altenpflegern aus, wie der Deutsche Caritasverband bestätigt, dessen Mitglieder bundesweit mehr als 1800 Einrichtungen der stationären Altenhilfe betreiben. Generell seien die Bewohner viel eher geneigt, die Immunisierung in Anspruch zu nehmen als das Personal, das sie versorgt. Dabei gehen zum Beispiel in Berlin mehr als 50 Prozent aller Corona-Todesfälle auf Ausbrüche in Altenheimen zurück, in Schleswig-Holstein allein während der zweiten Welle ganze 90 Prozent. Pflegende haben mit dem Thema Corona täglich zu tun: Sie sehen nicht nur, was das Virus bei den Senioren anrichtet, sondern sind auch selbst gefährdet. Doch in Foren für Pflegekräfte lautet häufig der Tenor: „Ich will kein Versuchskaninchen sein“ oder „Ich will mich ja impfen lassen – aber ich nicht als Erster.“

Geht alles viel zu schnell?

Eine Einstellung, die übrigens auch unter dem Rest der Bevölkerung weit verbreitet ist. Und es ist ja auch alles ziemlich plötzlich gekommen: Da war sie, die Zulassung für das  Vakzin von BioNTech und Pfizer, und schon wurden emsig Impfzentren errichtet. Darauf hatten wir doch sehnlich gewartet, und nun scheinen sich einige Menschen doch überrumpelt zu fühlen. Sie wollen wissen: Wie konnte es so schnell gehen? Ist das Vakzin überhaupt genügend getestet worden? Schließlich ist es der weltweit erste zugelassene RNA-basierte Impfstoff. Was, wenn es Spätfolgen gibt? Alles berechtigte Fragen, die jedoch gebetsmühlenartig beantwortet werden: von Experten des RKI, der Ständigen Impfkommission STIKO, der WHO und Virologie-Koryphäen weltweit. Sie alle versuchen, Zweiflern den sorgenvollen Wind aus den Segeln zu nehmen. Natürlich dauert es normalerweise rund acht Jahre bis zur Zulassung eines Impfstoffs. Das hat aber gewöhnlich mit extrem aufwändigen bürokratischen Prozessen zu tun, der Suche nach Probanden und nicht zuletzt immer wieder mit dem lieben Geld. Und das floss in diesem Fall reichlich an die Pharma- und Biotech-Unternehmen, die sich mit der Entwicklung des Impfstoffs befassten. Auch Probanden standen weltweit rasch zur Verfügung. Bürokratische Hürden wurden beseitigt, denn COVID-19 gilt als nicht weniger als eine Bedrohung für die Weltgesundheit – ein noch nie dagewesener Wettlauf gegen die Zeit. Dennoch betonen Fachleute: Alle nötigen Wege wurden eingehalten, das Vakzin ist ausreichend getestet worden, und es ist mit 95 Prozent ausgesprochen wirksam.

Macht die Impfung vielleicht krank?

Was Nebenwirkungen der Impfung betrifft, so kann es zu Erkältungssymptomen, Kopf- und Gliederschmerzen oder auch Kreislaufproblemen in den ersten Tagen nach der Impfung kommen. Auch eine Rötung oder Schwellung rund um die Einstichstelle ist möglich. Klingt vertraut? Richtig, ganz ähnlich ist es beispielsweise bei den gängigen Grippe-Impfungen. Natürlich liegt zur Corona-Impfung noch keine Langzeitstudie vor, doch deuten keine Untersuchungen auf schwere Nebenwirkungen oder spätere Komplikationen hin. Um das Wissen über die Verträglichkeit des Wirkstoffs zu erweitern, können Geimpfte ihre Symptome übrigens unter https://nebenwirkungen.bund.de oder die Smartphone-App SafeVac2.0 melden.
Eine weitere Sorge, die viele umtreibt ist die, dass das neuartige mRNA-Vakzin in das menschliche Erbgut eingebaut wird oder es verändern könnte. Bei mRNA-Impfstoffen wird nicht ein virales Antigen verimpft, sondern quasi die Bauanleitung dafür. Die mRNA (oder messenger-RNA) gelangt in die Zellen und gibt die Anweisung, ein virales Protein zu bilden. Auf diesen Prozess folgt eine Immunantwort, die bei einem Kontakt mit dem Erreger vor einer Erkrankung schützt. Die RNA aus der Impfung gelangt zwar in einige Köperzellen, aber eben nicht in den Zellkern, wo sich das Erbgut befindet. Dass dadurch unsere DNA verändert wird, ist schlichtweg nicht möglich.

Auf sehr plausible Fragen zur neuen Impfung gibt es also zahlreiche ebenso plausible Antworten. Während eine gesunde Skepsis und auch Ängste natürlich legitim sind, sollten wir sie nicht zu groß werden lassen. Denn wenn keiner „der Erste“ sein und jeder erstmal abwarten würde, wären wir noch sehr viel länger mit dem Corona-Problem beschäftigt als nötig. Und was das dann für die Gesellschaft bedeutet, möchte sich doch keiner von uns ausmalen.

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Wow, 2020, wie gut, dass du vorbei bist! Das denken auch die Stations-Helden und Senioren-Stützer, die im ersten Pandemie-Jahr so viel leisten mussten wie noch nie. Doch das Virus kennt ja leider keine Grenzen und ihm ist auch egal, in welchem Jahr wir uns befinden. Der Appell an unsere Pflege-Engel da draußen: Lasst euch doch bitte alle  impfen, damit wir diesen dunklen Corona-Schatten endlich loswerden können. Als Alles-Geber und Niemals-Aufgeber unseres Gesundheitssystems leisten Sie jeden Tag einen unglaublich wertvollen Beitrag zum Allgemeinwohl. Bei Promedis24, dem Profi der Arbeitnehmerüberlassung im Gesundheits- und Sozialwesen, gibt es dafür eine tolle Belohnung. Sie wollen das vollkommene Berufsglück zu Ihren Konditionen? Wunscharbeitszeiten, attraktives Gehalt und Traum-Team in Ihrer Lieblingsstadt? Dann wenden Sie sich noch heute an Promedis24 und profitieren Sie von unserem exklusiven Jobbaukasten, der alle Wünsche erfüllt.

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