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Zu viel Frust?! Mobbing in der Pflege

Man sollte meinen, dass Herzmenschen der Pflege niemals ihren Frust an Kolleg*innen auslassen würden. Schließlich haben sie tagtäglich mit kranken und pflegebedürftigen Menschen zu tun. Keine Frage, die wertvolle Arbeit in Krankenhäusern oder Pflegeeinrichtungen erfordert ein großes Herz und sehr viel Mitgefühl. Mobbing in der Pflege muss doch eine Seltenheit sein – oder? Leider ist das Schikanieren und Belästigen in Pflegeteams weit verbreitet.

Was genau ist Mobbing – und was nicht?

Zunächst einmal sei erklärt, wie man Mobbing eigentlich definiert. Mobbing leitet sich aus dem Englischen „to mob“ ab, was so viel heißt wie „auf etwas stürzen“.

Per Definition beschreibt Mobbing eine Form der psychischen Gewalt, bei der jemand extrem schikaniert wird, sei es durch eine einzelne Person oder eine Gruppe. Typische Mobbing-Handlungen umfassen:

  • Soziale Ausgrenzung
  • Kontinuierliche, unangemessene Kritik
  • Spott
  • Machtmissbrauch
  • Verbreiten falscher Tatsachen oder Gerüchte über eine Person

Mobbing ist nicht zu verwechseln mit schlechter Stimmung und gelegentlichen Meinungsverschiedenheiten. Tritt es aber systematisch und wiederholt auf und trifft es immer wieder dieselbe Person, so passt die Mobbing-Definition.

Warum gibt es Mobbing unter Pflegekräften?

Wer in der Pflege tätig ist, weiß, wie fordernd dieser Beruf ist und wie viel einem täglich abverlangt wird. Die physische und psychische Belastung in der Arbeit mit Pflegebedürftigen ist enorm hoch. Hinzu kommt oftmals das Gefühl, für die erbrachten Leistungen nicht genügend Wertschätzung zu erhalten. Ein lobendes Wort der Führungskraft findet oftmals keine Zeit im hektischen Betrieb. Hinzu kommt das Gefühl, dass die Bezahlung den überaus anspruchsvollen Tätigkeiten nicht gerecht wird. Das führt schon mal zu ordentlich Frust. Ein weiteres Problem ist der massive Fachkräftemangel. Fehlt es an Personal, so sorgt dies für teils unberechenbare Dienstpläne. Pflegekräften wird immer mehr Flexibilität abverlangt. Die Praxis des „Einspringens aus dem Frei“ ist nur ein Beispiel dafür, warum Pflegende oftmals selbst in ihrer Freizeit nicht richtig abschalten können. Ein Nährboden für Ärger und böses Blut! Schließlich kann es leicht zu Ungerechtigkeiten kommen. Viele Häuser machen immer noch eine 100-Prozent-Planung und kalkulieren keine Ausfälle ein. Entstehen dann Lücken im Dienstplan, werden nicht selten sogar Mitarbeiter*innen angerufen, die Urlaub haben, aber von denen bekannt ist, dass sie nicht weggefahren sind. Es ist die Angst vor Konsequenzen oder auch das schlechte Gewissen, welche Pflegende dazu bewegt, die Lücken zu füllen, die ihre Arbeitgeber*innen zu verantworten hat. Passiert das Mitarbeiter A sehr viel öfter als Mitarbeiter B, kann schnell das Gefühl aufkommen, im Nachteil zu sein – und sich in Hass gegen B entladen!

So entstehen Demütigungen unter Pflegekräften

Nur ein Beispiel, wie der Pflegealltag unter Fachkräften für schlechte Stimmung führen kann, die sich ein Ventil sucht. Und alles Einfühlungsvermögen, das man den Patient*innen oder Bewohner*innen entgegenbringt, ist Kolleg*innen gegenüber nicht mehr vorhanden. Das Schlechtmachen anderer oder ein Verbünden gegen eine bestimmte Person kann ein Gefühl von Macht erzeugen. Und das ist für die Mobber*innen einfach zu verlockend.
Apropos Macht: Die Hierarchieverhältnisse in vielen Einrichtungen sind oftmals zu schwammig und die Angestellten müssen sie sozusagen unter sich ausmachen. Da entsteht schon mal Missgunst, zu Beispiel, wenn ältere Mitarbeiter*innen sehen, wie tüchtig und kompetent eine Nachwuchskraft ist. Solche jungen Talente werden dann gern zur Zielscheibe und durch Gängeleien „zurechtgestutzt“. Auch wer häufig fehlt, kann als unzuverlässig und nicht kameradschaftlich wahrgenommen werden – und es kommt zu Mobbing.

Psychologische Kriegsführung des Mobbings

Oftmals geschieht Mobbing nicht offensichtlich, sondern beginnt subtil. Einige Beispiele:

  • Die Kolleg*innen erzählen dir absichtlich nicht von wichtigen Meetings oder Änderungen im Schichtplan.
  • Du wirst von den Kolleg*innen ignoriert und sie wünschen beispielsweise keinen guten Morgen.
  • Deine Kolleg*innen lästern über dich – sowohl hinter deinem Rücken als auch bei den Vorgesetzten.
  • Die Kolleg*innen machen sich in WhatsApp-Gruppen über dich lustig, verbreiten Gerüchte oder drohen dir sogar.
  • Auch Mobbing durch Führunspersonen ist möglich, etwa, wenn du ständig Aufgaben erhältst, die dich unter- oder überfordern oder du in Dienstbesprechungen verspottet wirst.

Was du bei Mobbing unternehmen kannst

Du fühlst dich als Opfer von Mobbing und weißt nicht, was du tun kannst? Dann versuche erstmal, einen kühlen Kopf zu behalten. Führe Tagebuch über die Schikanen, die du erfährst. Gehe mit deinen Aufzeichnungen zunächst zu einer Person, der du vertraust. Vielleicht gibt es ja jemanden, der oder die dir besteht. Ihr könnt dann gemeinsam zur WHL oder PDL gehen und die Situation schildern. Diesen Weg kannst du natürlich auch alleine gehen, falls du im Team keine Allianzen hast. Auch der Betriebsrat – falls vorhanden – ist eine gute Adresse. Merke: Du bist im Recht, denn Mobbing ist kein Kavaliersdelikt! 

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