SIS Pflege: Ist jetzt endlich Schluss mit dem Dokumentations-Stress?

Das Wort fällt neuerdings immer häufiger: SIS Pflege. Keine Diskussion über die Zukunft der Pflege findet ohne das Thema SIS statt. Auch unter den Führungskräften ist der Begriff aktuell in aller Munde. Wir schauen uns jetzt mal an, was das überhaupt bedeutet und warum viele Pflegekräfte lieber nach SIS dokumentieren wollen.

Pflege: Neues Strukturmodell bringt langersehnte Entbürokratisierung

Einen Großteil der Arbeitszeit einer Pflegefachkraft nimmt die Dokumentation ihrer Tätigkeiten in Anspruch. Die Folge: weniger Zeit für Kunden und Patienten sowie permanenter Zeitdruck und nicht selten auch schlichte Überforderung. Aber es hilft alles nichts: „Was nicht dokumentiert wurde, hat auch nicht stattgefunden“. Die Pflegedokumentation ist unverzichtbar, macht aber vielen Pflegekräften schwer zu schaffen. Alle im Pflegeprozess geplanten und durchgeführten Maßnahmen, weitere Beobachtungen, alle Besonderheiten und jede kleine Veränderung wird systematisch, umfassend und natürlich lückenlos schriftlich festgehalten. Zudem gibt es verschiedene Methoden, diesen Arbeitsschritt durchzuführen, aber das Prinzip und die Elemente sind immer sehr ähnlich. Das neue Strukturmodell SIS soll bei diesem Problem zukünftig frischen Wind bringen und Abhilfe schaffen. SIS ist die Abkürzung für Systematische Informationssammlung und setzt sich aus vier Elementen zusammen:

  1. SIS: Die Pflegekraft erfasst schriftlich und im Originalton die Wünsche des Kunden und schildert den individuellen Hilfebedarf aus der eigenen Fachperspektive. Anhand der Aufzeichnungen wird die Leistung ermittelt, die tatsächlich erbracht werden soll, sowie eine erste Einschätzung der pflegesensitiven Risiken.
  2. Maßnahmenplanung: Besprochene Leistungen werden geplant und schriftlich fixiert, eventuell in Form einer Tagesstruktur. Eine individuelle Grundbotschaft kann dabei von unnötigen Protokollen befreien.
  3. Pflegebericht: Es werden nur noch Abweichungen von der Tagesstruktur dokumentiert. Pflegerische Maßnahmen müssen nicht mehr einzeln abgezeichnet werden. Ausnahmen bilden hier behandlungspflegerische Maßnahmen, Maßnahmen zur Dekubitusprophylaxe, sowie Betreuungsmaßnahmen nach §87b.
  4. Evaluation: Die Beurteilung erfolgt nur dann, wenn die Pflegekraft sie für notwendig hält. Meist, wenn es aus Sicht des Kunden zu Veränderungen gekommen ist.

Das Modell ist mit den Verbänden der Einrichtungs- und Kostenträger, dem Medizinischen Dienst der Krankenversicherungen sowie mit Ländern und Juristen abgestimmt und erfolgreich in über 60 Einrichtungen erprobt worden. Doch ist die Teilnahme bislang freiwillig. Jeder Pflegedienst kann frei festlegen, nach welcher Methode er dokumentieren möchte. Oftmals sind Pflegefachkräfte vom SIS-Formular begeistert und wollen dieses sofort in ihren Pflegedienst einführen. Aber das Strukturmodell bedeutet mehr, als nur ein einzelnes Formular. Wer nach dem schlankeren Strukturmodell arbeiten möchte, muss erst die internen Steuerungs- und Kommunikationsprozesse sowie das Qualitätshandbuch anpassen. Ein enormer Berg an Arbeit.

Pflege-Dokumentation endlich vereinfachen

SIS will Pflegekräfte entlasten. Wird zukünftig nur noch dokumentiert, was vom normalen Pflegealltag abweicht, ist schon mal viel gewonnen. Pflegefachkräfte können sich auf ihre Patienten konzentrieren und davon profitieren schließlich beide Seiten. Die Einführung des Strukturmodells scheitert bislang bei vielen Institutionen am Aufwand. Es erfordert ein völlig neues Denken in der Pflege und spezifische Kenntnisse. Die Umsetzung in den pflegerischen Alltag ist ohne intensive Schulung nicht in die Praxis umzusetzen. Aber die, die bereits mit SIS arbeiten, sagen: Es lohnt sich! Auch wenn es nicht bedeutet, dass die Pflegedokumentation komplett verschwindet. Es ist immer noch eine ordentliche Menge an Papierkram, den eine Pflegekraft am Ende des Tages zu bearbeiten hat.

Aber immerhin vereinfacht SIS diese Prozesse und lässt sich leicht auf aktuellem Stand halten. Gleichzeitig dient SIS der schnelleren Orientierung über die individuelle Gesamtsituation des zu Pflegenden. Die Strukturierte Informationssammlung der Pflegeplanung basiert nur noch auf fünf statt auf 13 Themenfeldern. Pflegerelevante Risikofaktoren erhalten dabei ein hohes Gewicht. Das Strukturmodell eignet sich sowohl für stationäre als auch für ambulante Pflegeeinrichtungen der Langzeitpflege, außerdem für Tages- und Kurzzeitpflegeeinrichtungen. Von der Einführung profitieren Pflegekräfte und Pflegebedürftige gleichermaßen, weil durch den Abbau von unnötigem Dokumentationsaufwand mehr Zeit für die unmittelbare Pflege und Betreuung zur Verfügung steht.

Gute Pflege braucht Zeit – Ganz normal bei Promedis24

Gute Pflege ist für Sie eine Frage der Berufung und deshalb sind Sie so wertvoll für unsere Gesellschaft! Es wird wohl noch eine Weile dauern, bis in der Pflegebranche Ruhe einkehrt, aber deshalb muss kein Senioren-Stützer oder Stations-Engel auf sein Berufsglück warten! Denn Promedis24 unterstützt ihre Herzmenschen schon heute mit Wunscharbeitszeiten, Traumverdienst und Extraurlaub!

Sie glauben, Sie träumen? Bei Promedis24, dem Profi der Arbeitnehmerüberlassung der Gesundheits- und Sozialbranche, werden Traumwolken schnell zur Realität! Also träumen Sie ruhig weiter und melden sich schnell bei uns – damit Sie bald Ihren Traum in der Pflege leben können! Wir halten Ihnen den Rücken frei, damit Sie sich ganz in Ruhe Ihrer wertvollen Berufung widmen können.

Wissensdurst? Hier geht es weiter...

Entdecken Sie jetzt die vielfältigen Möglichkeiten in der wunderbaren Welt von Promedis24