„Schau mir in die Augen, Kleines“ Hypnose auf der Intensivstation

Der Aufenthalt auf einer Intensivstation ist eine Extremsituation und mit großen Ängsten verbunden: Was sind das für Schläuche? Was ist das für ein Piepen? Bin ich in Lebensgefahr? Psychologen der Uni Jena haben ein Programm entwickelt, um Patienten in dieser schwierigen Zeit zu begleiten und zu beruhigen: durch Hypnose. Kann das wirklich funktionieren?

Intensivmedizin: Hypnotische Suggestion nimmt Patienten die Angst

Patienten auf der Intensivstation befinden sich medizinisch in einem lebensbedrohlichen Zustand. Das macht natürlich Angst. Dieses schlimme Gefühl wird durch Schmerzen, Kontrollverlust und die ungewohnte, sterile Umgebung noch verstärkt. Eine Erfahrung, die Menschen oft noch lange nach ihrem Aufenthalt im Krankenhaus begleitet. Um Folgeschäden vorzubeugen und Patienten ihre Angst zu nehmen, kann Hypnose eingesetzt werden. Keine Sorge, es kommen jetzt keine ominösen Heiler an die Krankenbetten und reden stundenlang auf die wehrlosen Patienten ein. Das Prinzip ist wissenschaftlich fundiert und tatsächlich viel einfacher.

Psychologen der Friedrich-Schiller-Universität Jena und des Universitätsklinikums Jena beweisen aktuell im Rahmen einer Studie, dass hypnotische Suggestionen das Wohlbefinden von Patienten der Intensivmedizin deutlich verbessert und Stress reduziert. Über ihre Ergebnisse berichteten die Forschenden in „Intensive Care Medicine“. In ihrer Studie konzentrierten sich die Psychologen besonders auf Erkrankte, die nicht-invasiv – also mit einer Maske – beatmet werden müssen. Diese Situation wird von Menschen häufig als besonders bedrohlich und unangenehm wahrgenommen und löst entsprechend starken Stress aus. Die Hypnose führt die Patienten durch Suggestion an einen Ort, an dem sie sich wohlfühlen, spricht aber auch ganz konkret die Maßnahmen auf der ITS an. Das ungewohnte Piepen beispielsweise wird erklärt und positiv umgedeutet. Dem Patienten wird klar: Es ist ein Zeichen dafür, dass sich hier gut um mich gekümmert wird.

Wie funktioniert Hypnose im Krankenhaus?

Vor und nach dem Versuch ließen die Forschenden die Patienten ihr Wohlbefinden bewerten. Darüber hinaus zeichneten sie körperliche Signale während der Hypnose auf. Schon nach 15 Minuten sank nicht nur das Stresslevel der Patienten, auch die physiologischen Werte wie Atemfrequenz und Herzrate wurden insgesamt positiv beeinflusst. Und wie soll das jetzt funktionieren? Sollen die Pflegefachkräfte, die eh schon pausenlos am Rotieren sind, etwa noch eine Zusatzausbildung machen und sich dann eine Stunde ans Bett der Patienten setzen, um ihnen was von grünen Wiesen und Wohlfühlhöhlen zu erzählen?

Das wäre zwar sicher für beide Seiten eine angenehme Auszeit, lässt sich aber natürlich nicht umsetzen. Pflegekräfte fehlen im ganzen Land, das ist ja kein Geheimnis. Die Lösung ist viel einfacher: Sie setzen den Patienten einfach ein paar Kopfhörer auf! Die Arbeitsgruppe der Uni Jena hat eine kostenfreie Audiodatei zur Verfügung gestellt. Intensivpersonal kann den Patienten also tatsächlich unkompliziert die professionell angeleitete Therapie per Kopfhörer zukommen lassen. In Ungarn wurde die MP3-Datei bereits auf intensivmedizinischen Stationen erprobt. Ungarische Forscher berichten, dass sich dank der Hypnose die Dauer der künstlichen Beatmung sowie des Aufenthalts auf der Intensivstation allgemein verkürzte. Eine tolle Idee, die ohne großen Aufwand oder Tamtam auskommt und dazu beiträgt, dass die ungewohnte und stressige Situation für die Patienten so angenehm wie möglich gestaltet werden kann.

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