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Rätselhafte Hepatitis-Fälle bei Kindern

Weltweit häufen sich zurzeit Hepatitis-Fälle bei Kindern und geben Ärzt*innen Rätsel auf. Woher kommt die Infektionskrankheit? Wie lassen sich Anzeichen erkennen? Und könnte es einen Zusammenhang zur Corona-Pandemie geben?

Der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zufolge gibt es einen besorgniserregenden Anstieg von Hepatitis-Erkrankungen bei Kindern unter zehn Jahren. Über auslösende Erreger wird viel Recherche betrieben: Unter anderem wertet das Robert-Koch-Institut (RKI) Blut- und Stuhlproben aus. Denn auch in Deutschland wurden jüngst vermehrt Fälle gemeldet. Wir klären die wichtigsten Fragen.

Was ist Hepatitis eigentlich?

Hepatitis ist eine Leberentzündung, die oft als Begleiterscheinung einer Virusinfektion auftritt. Die bekannten Auslöser solcher Infektionen sind die Hepatitisviren A bis E. Erhöhte Leberwerte sind ein alarmierendes Anzeichen für eine Hepatitis. Wie schwer sich der Krankheitsverlauf entwickelt, hängt vom Hepatitis-Typus ab. Gegen das Virus des Typus B empfehlen das RKI und die Ständige Impfkommission (STIKO) eine Impfung im Säuglingsalter. Eine Hepatitis-A-Impfung wird insbesondere für Risikopersonen empfohlen sowie für Menschen, die in Gebiete mit erhöhtem Aufkommen der Krankheit reisen. Die folgenden Typen sind besonders häufig:

  • Das Hepatitis-A-Virus scheiden Infizierte mit dem Stuhl aus. Es wird gewöhnlich über ungewaschene Hände, verunreinigtes Wasser oder Nahrung übertragen. Die Leber vergrößert sich und es kommt zu teils starken Bauchschmerzen. Die Leber muss dann geschont werden, wobei die Erkrankung zumeist von allein ausheilt.
  • Das Hepatitis-B-Virus ist extrem ansteckend und wird ausschließlich von Mensch zu Mensch übertragen, durch Blut, Speichel und Vaginalsekret. Zwischen Infektion und Krankheitsausbruch vergehen ein bis sechs Monate. Grippeähnliche Symptome sind häufig. Bei Erwachsenen heilt die Krankheit in bis zu 95 Prozent der Fälle innerhalb von drei Monaten von allein aus. In seltenen Fällen entwickelt sich eine gefährliche Leberzirrhose, die eine lebenslange medikamentöse Behandlung nötig macht. Eine Impfung gegen Hepatitis-B schützt für rund zehn Jahre.
  • Das Hepatitis-C-Virus wird vor allem durch Blut und Blutprodukte übertragen. Bei fünf Prozent der neu infizierten Menschen treten zwei Wochen bis sechs Monate nach der Ansteckung Gelbsucht, Übelkeit, Bauch- oder Gliederschmerzen auf, dazu kommen häufig Müdigkeit und Konzentrationsmangel. 95 Prozent der Infizierten haben dagegen keine Beschwerden. In vier von fünf Fällen kann die Virusinfektion durch eine frühzeitige Therapie geheilt werden. Die Hepatitis-C-Viren können zu einer chronischen Leberentzündung führen.  

Wo treten gerade besonders viele Hepatitis-Fälle auf?

Im März meldete Großbritannien die ersten fünf Fälle von Hepatitis bei Kindern, deren Ursache unklar war. Der WHO wurden bis zum 1. Mai 2022 nochmals 220 neue Erkrankungen in mittlerweile 20 weiteren Ländern mitgeteilt. Auch in Deutschland meldeten die Landegesundheitsbehörden bei kleinen Patient*innen einzelne Hepatitis-Infektionen, deren Ursprung nicht geklärt werden konnten. Das Robert Koch-Institut rief in einem Schreiben an pädiatrische Fachgesellschaften sowie auf seiner Webseite zu einer erhöhten Aufmerksamkeit bei Verdachtsfällen. Das RKI schätzt insbesondere die Fallzahlen in Großbritannien als ungewöhnlich hoch ein. Das Phänomen gibt Expert*innen Rätsel auf.

Wie äußert sich die Hepatitis bei Kindern?

Besonders schwere Verläufe der Hepatitis werden bei Betroffenen unter fünf Jahren beobachtet: Nahezu zehn Prozent der betroffenen Kinder benötigten nach Angaben der WHO in Folge ihrer Infektion eine Lebertransplantation. Mindestens vier Kinder sind bereits in den vergangenen Wochen an der Leberentzündung gestorben. Aktuelle Laboruntersuchungen zeigten, dass bei der Mehrheit der betroffenen Kinder keine Hepatitisviren des Typus A bis C nachweisbar waren und auch nicht der weniger häufigen D und E. Es ist also nicht klar, um welche Art Hepatitis es sich eigentlich handelt.

Was könnten die Auslöser für die Erkrankungen sein?

Woher kommt denn dann die Leberentzündung, die vor allem die Kleinen erleiden? Tatsächlich sind es wohl nicht die klassischen Erreger, sondern sogenannte Adenoviren des Typus 41. Das vermuten zumindest Forschende in Großbritannien. Dort fand man diese Viren bei 75 der erkrankten Kinder. Normalerweise lösen Adenoviren eher leichte Erkältungen und Magen-Darm-Infektionen aus und eben nicht schwerwiegende Leberentzündungen mit der Gefahr des Leberversagens. Solche Folgen traten bisher nur bei immunschwachen Menschen auf – nicht bei völlig gesunden Kindern, wie es jetzt der Fall ist.

Gibt es einen Zusammenhang zu Corona?

Tatsächlich berichtet die WHO bei einigen Fällen von einer Doppelinfektion mit dem Adeno- und dem Coronavirus. Es gibt zudem noch einen anderen Anhaltspunkt in Bezug auf Corona: Wissenschaftler*innen vermuten, dass die Immunsysteme speziell von Kleinkindern während der Pandemie durch Abstandhalten und andere Corona-Maßnahmen geschwächt wurden. Durch die Kontaktbeschränkungen waren sie weniger Viren ausgesetzt und konnten so keine entsprechenden Antikörper bilden. Manche Expert*innen haben außerdem den Verdacht, dass sich, wie bei SARS-CoV-2-Varianten auch, eine aggressivere und ansteckendere Adenovirus-Variante entwickelt haben könnte.

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