Krankenhauszukunftsgesetz: Freie Bahn für die Digitalisierung

Jetzt soll alles plötzlich ganz schnell gehen. Die Digitalisierung rollt zwar schon einige Zeit durchs Land, aber jetzt steht sie immerhin schon im Vorgarten der deutschen Kliniken. Anschub bekam sie durch das kürzlich vom Bundestag verabschiedete Krankenhauszukunftsgesetz. Die Pandemie habe deutlich gemacht, wie wichtig gut ausgerüstete und funktionierende Krankenhäuser sind. Das Gesetz bedeutet vor allem eins: Geld. Und davon profitieren am Ende alle.

Gesetz verabschiedet: Kliniken werden digitalisiert

Das Thema Gesundheit war nie populärer als heute. Alle Augen sind auf das Gesundheitswesen gerichtet. Auch die des Bundestages. Vor kurzer Zeit wurde in Berlin das sogenannte Krankenhauszukunftsgesetz beschlossen: Vier Milliarden Euro werden in den nächsten zwei Jahren in die Klinik-Kassen fließen. Aber es steht nicht zur freien Verfügung. Es möchte bitte in die Digitalisierung und somit in die Zukunft investiert werden. Wenn man bedenkt, dass manche Häuser als digitales Highlight stolz ihr WLAN präsentieren, kann man schon denken: höchste Zeit. Deutschland hinkt technisch erstaunlich hinter internationalen Verhältnissen hinterher, teilweise wird tatsächlich noch mit Faxen gearbeitet. In der Intensivmedizin wird oft, aber nicht unbedingt von jedem gerne, in analoge Kurven eingetragen.

Neben den Investitionsmitteln für die Digitalisierung der Krankenhäuser sieht das Krankenhauszukunftsgesetz auch Prämien für Pflegekräfte und andere Beschäftigte vor, die mit dem Coronavirus infizierte Patienten versorgt haben und deshalb besonders belastet waren. Krankenhäusern, die während der ersten Monate der Corona-Pandemie verhältnismäßig viele mit dem Virus infizierte Patientinnen und Patienten zu versorgen hatten, werden insgesamt 100 Millionen Euro für Prämienzahlungen zur Verfügung gestellt. Dabei treffen die Krankenhäuser selbst die Entscheidung über die begünstigten Beschäftigten und über die individuelle Prämienhöhe, die bis zu 1000 Euro betragen kann.

Zukunftsprogramm: Moderne Krankenhäuser und noch viel mehr

In den Kliniken ist nun vor allem ein Ausbau der Notfallkapazitäten vorgesehen. Auch in die Erweiterung der internen sowie sektorenbergreifenden Versorgung, Ablauforganisation, Kommunikation, Telemedizin, Robotik, Hightech-Medizin und Dokumentation werden Gelder fließen. Darüber hinaus werden die IT-Sicherheit und die gezielte Entwicklung und Stärkung regionaler Versorgungsstrukturen optimiert. Das Gesetz umfasst außerdem Regelungen im Bereich der stationären psychiatrischen und psychosomatischen Versorgung. Hier wird der Bettenbezug als ausschließlicher Maßstab gestrichen, um die notwendige Flexibilität zur ermöglichen. Außerdem geht es um die Finanzierung von Schutzausrüstung und anderen Corona-Mehrkosten, die den Krankenhäusern bei voll- oder teilstationären Behandlungen entstehen. Soweit solche Mehrkosten nicht anderweitig finanziert werden, sollen die Kliniken nun zeitlich befristet Zuschläge mit den Krankenkassen vereinbaren können und bundeseinheitliche Rahmenbedingungen festlegen. Schließlich sollen die für das Jahr 2020  übermittelten Struktur- und Leistungsdaten der Krankenhäuser in anonymisierter und zusammengefasster Form veröffentlicht werden, um diese insbesondere der Selbstverwaltung und  der Wissenschaft zur Untersuchung der Auswirkungen der Covid-19-Pandemie zugänglich zu machen.

Verantwortliche in Krankenhäusern stehen nun vor der Aufgabe, herauszufinden, wie sich die jeweiligen Aktivitäten in den Häusern sinnvoll priorisieren lassen. Fest steht: Der Bedarf ist an jeder Ecke vorhanden. Einen derartigen Geldsegen hat die Branche lange nicht erlebt. Die Digitalisierung verlangt Aufmerksamkeit. Schließlich trägt sie in der Gesundheitsversorgung unmittelbar dazu bei, Patienten besser zu versorgen und Personal zu entlasten. Zu den förderungsfähigen Projekten zählen unter anderem:

  • Patientenportale für das digitale Aufnahme- und Entlassmanagement
  • Elektronische Dokumentation von Pflege- und Behandlungsleistungen
  • Klinische Entscheidungsunterstützungssysteme
  • Digitales Medikationsmanagement
  • Telemedizinangebote
  • Schutz vor Cyberangriffen

Grundsätzlich ist jede Verbesserung der medizinischen Versorgung zu begrüßen. Doch darf bei aller Zukunftsmusik nicht vergessen werden, dass es in Deutschland auch Menschen gibt, für die das Internet nicht nutzbar ist. Die Dienstleistungen, etwa ein Patientenportal zur Anmeldung für eine Notaufnahme, dürfen nicht ausschließlich online verfügbar sein, damit diese Gruppe nicht auf der Strecke bleibt. Außerdem scheint in dem Gesetzesentwurf nicht berücksichtigt worden zu sein, dass wir einen starken ambulanten Sektor in Deutschland haben. Auch hier war die Belastung während der Pandemie außerordentlich, und auch hier könnte frischer Wind sowie ein sanfter Geldregen eine dringend benötigte Entlastung der tapferen Herzmenschen bringen. Aber das kommt hoffentlich als Nächstes dran.

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