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Kommt die Impfpflicht in der Pflege?

Langsam muss doch mal was passieren: Obwohl 70 Prozent der Deutschen vollständig gegen das Corona-Virus geimpft sind, steigen die Infektionszahlen wieder. Die Gesundheitsminister raten schon dazu, planbare Operationen zu verschieben, um die Betten in den Krankenhäusern für Covid-19-Patienten freizuhalten. Die Menschen, die sich gegen eine Impfung entscheiden, werden ihre Meinung wohl auch nicht mehr ändern. Kann eine Impfpflicht die Lösung sein?

Keine Sorge: Impfungen sind das beste Mittel gegen Infektionskrankheiten

Zwang sollte natürlich immer der letzte Weg sein, ein Problem zu lösen. Das Beste wäre, die Menschen würden verstehen, weshalb die kostenlosen Impfstoffe das optimale Mittel gegen die Pandemie sind. Doch das funktioniert scheinbar nicht. In Frankreich gibt es sie schon: die Impfpflicht für Mitarbeiter des Gesundheitswesens. In Russland müssen Arbeitgeber nachweisen, dass mindestens 60 Prozent der Belegschaft geimpft sind und wer in England in einem Pflegeheim arbeitet, braucht einen Impfnachweis. In Deutschland wird die Impfpflicht weiterhin abgelehnt. Aber warum eigentlich?

Impfen hilft. Masern, Diphterie oder Kinderlähmung konnten durch Impfungen wirksam bekämpft werden. Die WHO erklärte 1979 die Pocken für ausgerottet – dank einer entsprechenden Impfpflicht auch bei uns im Land. Im Jahr 2020 trat in Deutschland das Masernschutzgesetz in Kraft. Es sieht vor, dass alle Kinder, die eine Kita oder Schule besuchen wollen, eine Impfung vorweisen müssen. Gleiches gilt für Personen, die in Gemeinschaftseinrichtungen oder im Bereich Medical tätig sind wie Erzieher, Lehrer, Tagespflegepersonen und medizinisches Personal. Auch damals liefen Impfgegner Sturm. Das Bundesverfassungsgericht führt aber an, dass „Impfungen gegen Masern nicht nur das Individuum gegen die Erkrankung schützen, sondern gleichzeitig die Weiterverbreitung der Krankheit in der Bevölkerung verhindern. Auf diese Weise können auch Personen geschützt werde, die aus medizinischen Gründen selbst nicht geimpft werden können, bei denen aber schwere klinische Verläufe bei einer Infektion drohen.“ Gesellschaftliche Solidarität steht hier über persönlichen Interessen. Dieser Punkt sollte auch für Corona-Impfungen gelten.

Pro und Contra einer Impfpflicht in der Pflege

Das große Pro einer Impfpflicht wäre demnach die Herdenimmunität. Ließen sich alle Menschen gegen das Virus impfen, hätte es keine Chance! Doch nach jüngsten Hochrechnungen bräuchte es dazu eine Durchimpfungsrate in der Bevölkerung von 85%. Experten geben sich wenig hoffnungsvoll, dass dieser Wert unter den aktuellen Umständen überhaupt noch erreicht werden kann. Aber warum lassen sich die Menschen eigentlich nicht impfen? Die Impfstoffe wurden in kürzester Zeit entwickelt, sind kaum erprobt und die Folgen unabsehbar – so lautet das Hauptargument der Impfgegner, wenn man jetzt mal die Verschwörungstheoretiker außen vor lässt. Ein weiterer Grund, sich nicht impfen zu lassen: Geimpfte sind ja immer noch ansteckend! Wer seine zweite Dosis intus hat, ist zwar selbst vor einem schweren Verlauf geschützt, kann Covid-19-Erreger aber weitergeben. Das sind auch verständliche Einwände, trotzdem sollte man Vertrauen in die Wissenschaft haben und sich klarmachen, dass nur eine Herdenimmunität die Pandemie stoppen kann. Die Viruslast bei Geimpften ist wesentlich geringer. Es ist belegt, dass dort, wo viel geimpft wird, das Virus verlangsamt wird. Wenn wir wieder frei leben wollen, schaffen wir das nur zusammen, und zwar indem wir uns impfen lassen. 

Wenn die Menschen sich nicht impfen lassen wollen und es aber keine allgemeine Impfpflicht geben soll, könnten wir ähnlich wie bei der Masernschutzimpfung eine Pflicht für gewisse gesellschaftliche Bereiche aussprechen. Wer in der Pflege, im Krankenhaus oder im Kindergarten arbeitet, sollte einen Impfpass vorlegen. Bayerns Ministerpräsident Söder schlägt vor, dass der Deutsche Ethikrat sich erneut mit der Impfpflicht für Pflegekräfte beschäftigt. Da diese Berufsgruppe regelmäßig mit Risikopatienten zu tun hat, könnte diese besser geschützt werden. Auch die Ärztegewerkschaft Marburger Bund will eine solche Pflicht zur Impfung gegen Covid-19 für Personen, die in medizinischen Einrichtungen sowie in Alten- und Pflegeheimen arbeiten, während Spahn das Thema weiterhin ablehnt. Es steht dabei die Angst im Raum, eine Impfpflicht könne den brisanten Personalmangel noch verschärfen. Da in den meisten Einrichtungen Pflegekräfte wöchentlich (Geimpfte) beziehungsweise täglich (Ungeimpfte) getestet werden, sollte dies ausreichen. Allerdings lässt sich an den explodierenden Infektionszahlen ablesen, dass der Status Quo eben nicht reicht und dass wir möglichst schnell etwas Grundlegendes ändern müssen, wenn wir die Pandemie endlich in den Griff bekommen wollen.

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