Je kleiner, desto stärker: Sind Kinder immun gegen Corona?

Ihre Nasen laufen eigentlich immer. Wer Kindergartenkinder hat, weiß: Schnupfnasen sind bei den Kleinen das ganze Jahr über an der Tagesordnung. In der Kita verbreiten sich Krankheiten so schnell wie Gratis-Bonbons. Kein Wunder, dass während der ersten Corona-Welle im März als erstes die Schulen und Kindergärten geschlossen wurden. Doch dann die Überraschung: Kinder stecken sich viel seltener mit Covid-19 an, als erwartet.

Gesundheit: Kinder sind keine Infektionstreiber von Covid-19

Bundesweit steigen die Infektionszahlen rasant. Die Konsequenz: ein erneuter Lockdown, um das Ansteckungsrisiko einzudämmen. Zu vorbeugenden Schließungen von Kitas und Schulen sieht Bundesfamilienministerin Franziska Giffey derzeit allerdings keinen Grund. Laut der „Corona-Kita-Studie“, die Giffey gemeinsam mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn kürzlich vorstellte, hatte höchstens ein Prozent an Einrichtungen in den letzten Monaten mit einem tatsächlichen Infektionsfall zu tun. Weniger als ein Prozent der Einrichtungen berichteten, dass sie seit dem Frühjahr infektionsbedingt schließen mussten. Für die Studie untersuchten das Robert-Koch-Institut sowie das Deutsche Jugendinstitut die Rolle der Kindertagesbetreuung bei der Ausbreitung von SARS-CoV-2. In einem Punkt sind sich alle Beteiligten einig: Kinder gelten nicht als Infektionstreiber. Sie stecken sich seltener an als Erwachsene.

Wie kann es sein, dass Kinder scheinbar immun durch die Pandemie kommen, obwohl sie sich sonst einfach alles einfangen, was an Viren und Bakterien durch die Luft schwebt? Es ist tatsächlich die Überraschung des Jahres und auch Virologen stehen vor einem Rätsel: Durch die Altersverteilung unterscheidet sich Covid-19 von allen bekannten Infektionskrankheiten. Sonst gelten Kinder stets als Treiber, also als diejenigen, die Viren in der Bevölkerung verteilen. Bei Corona scheint das umgekehrt zu sein. Die „Corona-Kita-Studie“ belegt eindeutig: Kinder sind in diesem Fall an der Ausbreitung scheinbar vollkommen unbeteiligt. Das Gerücht, dass Kinder angeblich gegen Covid-19 immun sind, ist allerdings leider falsch. Obwohl das natürlich das Beste wäre. Immun sind sie also nicht, aber in der Regel reagieren sie anders auf eine Erkrankung.

So reagieren die Kleinen auf das Corona-Virus

Kinder zeigen schwächer ausgeprägte Symptome. Infizierte Kinder haben meist nur sehr milde oder gar keine Symptome. Zu den milden Symptomen gehören leichter Husten, Schnupfen und manchmal Durchfall. Selbst Fieber bekommen nur weniger als die Hälfte der jungen Infizierten. Die Gründe dafür, dass Kinder eine Erkrankung mit SARS-CoV-2 so gut wegstecken, sind weitestgehend unklar. Immunologen haben festgestellt, dass die Antikörperantwort bei ihnen sogar schwächer ausfällt als bei Erwachsenen. Die Vermutung, die dahinter steckt: Das angeborene Immunsystem der Kinder kann das neue Corona-Virus effizienter abwehren, als das bereits trainierte der Älteren. Wer jahrzehntelang Erfahrung mit gängigen Viren gemacht hat, ist gewohnt, spezifische Antikörper gegen sie zu bilden. Das ist offensichtlich auch, was der Körper bei einer Infektion versucht: Er probiert unterschiedliche, bereits erprobte Antikörper gegen Covid-19 aus, hat damit aber keinen Erfolg und offensichtlich fehlt dem Immunsystem dann die Kreativität. Die kindliche Abwehr ist überhaupt nicht spezifisch. Die jungen Körper haben noch nicht so viele Erfahrungen im Umgang mit Viren gesammelt und dadurch scheint ihr Immunsystem besser mit Corona umgehen zu können.

Eine andere Meinung geht davon aus, dass das Virus sich an spezielle Rezeptoren andockt, die bei Kindern eventuell noch nicht so weit entwickelt sind. Deshalb könne sich Corona an ihnen nicht so festbeißen wie bei Älteren. Bald werden wir mehr über die Mechanismen erfahren. Die Forschungen laufen auf Hochtouren, nicht zuletzt, weil alle auf einen Impfstoff warten. Dass der Zusammenhang von Covid-19 und Kindern noch nicht umfassend untersucht wurde, liegt auch an den niedrigen Zahlen an erkrankten Kindern. Fest steht, dass sie nicht als Treiber gelten. Aber eine Frage ist noch offen: Wenn Kinder mildere Symptome zeigen, sind sie dann auch weniger ansteckend? In Hamburg läuft seit einer Weile die Studie „C19.Child Hamburg“. Sie soll zeigen, wie häufig sich Kinder und Jugendliche wirklich infizieren und wie anfällig sie für einen schweren Verlauf der Infektion sind. Neben dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf beteiligen sich außerdem alle anderen Hamburger Kinderkliniken daran. Die Mediziner wollen Daten von rund 6.000 gesunden und auch chronisch kranken Kindern und Jugendlichen mit sowie ohne Covid-19-Symptome einbeziehen. So können wir bald erfahren, ob beispielsweise chronisch kranke Kinder ein höheres  Risiko für einen schweren Verlauf haben und wie groß das Risiko einer Verbreitung durch Kinder, die kaum Symptome zeigen, tatsächlich für die Bevölkerung ist. Bis es so weit ist, sind wir einfach dankbar und froh, dass unsere Süßen wenigstens von diesem Virus einigermaßen verschont bleiben.

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