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Gendermedizin: Warum es in der Medizin keine Gleichberechtigung geben kann

Wenn Frauen erkältet sind, trinken sie einen Tee und alles ist wieder gut. Wenn Männer eine Erkältung haben, geht die Welt unter! Natürlich gilt das nicht für alle, aber fest steht: Die Geschlechter reagieren unterschiedlich auf Krankheitssymptome. Und das ist leider ein Problem, denn auch die Wirkung von Medikamenten unterscheidet sich bei ihnen. Frauen haben gesundheitlich das Nachsehen, denn Tabletten orientieren sich am männlichen Organismus. Höchste Zeit, dass Gendermedizin hier etwas ändert.

Alle Menschen sind gleich? Frauen sind keine Männer!

Überall wird von Gleichberechtigung und Gendern gesprochen. Das ist auch gut so. Aber in der Medizin brauchen wir eigentlich endlich das Gegenteil! Denn es ist tatsächlich überlebenswichtig, dass Frauen und Männer biologisch gesehen unterschiedlich sind und daher geschlechtsspezifisch behandelt werden. Das will Gendermedizin stärker in den Fokus rücken. Gendermedizin, also eine geschlechtsspezifische Medizin, berücksichtigt die Unterschiede von Frauen und Männern in Bezug auf verschiedene Krankheiten. Dabei spielen biologische, aber auch soziokulturelle Unterschiede eine Rolle. Krankheiten entstehen und entwickeln sich anders bei Männern und Frauen, Therapien und Prävention müssen dem Geschlecht angepasst werden und auch Diagnosen können nicht unabhängig davon gestellt werden.

Lange Zeit stand ausschließlich der männliche Körper im Mittelpunkt des Medizinstudiums. Auch in der Forschung werden beispielsweise Tests eines Wirkstoffes meist an männlichen Mäusen durchgeführt. Schlägt ein Wirkstoff nur bei weiblichen Mäusen gut an, spielt dieser für die weitere Entwicklung eines Medikaments gewöhnlich keine Rolle mehr. Von Medikamententests werden Frauen bis heute häufig ausgeschlossen. Die Gründe dafür sind offiziell Hormonschwankungen, die die Ergebnisse unbrauchbar machen könnten und gefährliche Risiken und Spätfolgen, die nicht unerheblich für eventuelle Schwangerschaften sein können. Werden Frauen aber von Medikamententests ausgeschlossen, besteht die Gefahr, dass die Medikamente bei ihnen anders wirken und dass sie andere und stärkere Nebenwirkungen haben als bei Männern. Häufig erhalten Frauen trotzdem das gleiche Medikament. Leiden sie dann unter Nebenwirkungen, wird ihnen einfach das nächste Medikament verschrieben. Klingt alles andere als gesund!

Medikamente wirken geschlechtsspezifisch: Pech für alle Frauen

Es ist kein medizinisches Geheimnis, dass Frauen keine Männer sind. Auch dass Medikamente bei den Geschlechtern ganz unterschiedlich wirken und den Gesundheitszustand von Frauen sogar noch verschlechtern können, wurde spätestens mit dem Medikament Digoxin deutlich. Es wird häufig bei Herzschwäche verschrieben. Ende der 1990er-Jahre wurden die Daten einer Langzeitbeobachtung des altbewährten Mittels das erste Mal geschlechtsspezifisch analysiert. Das Ergebnis: Das Medikament wirkt nur bei Männern! Aber das ist noch nicht alles: Frauen, die es nahmen, starben durchschnittlich früh an ihren Herzproblemen. Medikamente müssen endlich geschlechtsspezifisch dosiert werden. Obwohl Frauen meist weniger wiegen als Männer und auch aufgrund ihrer Hormone und Chromosomen eine andere Dosierung von Medikamenten oder Impfstoffen benötigen, bekommen sie stets die gleiche Dosis. Problematisch: Die weibliche Leber ist kleiner als beim Mann, aufgrund dessen baut sie die Wirkstoffe langsamer ab. Diese Unterschiede können dazu führen, dass Medikamente und auch Impfstoffe bei Frauen überdosiert werden.

Eine erfolgreiche Behandlung ist nur dann möglich, wenn rechtzeitig eine Diagnose gestellt wird. Da Frauen bei diversen Erkrankungen häufig andere Symptome haben und angehende Mediziner sich während des Studiums nur mit Männerkörpern beschäftigt haben, kommt es nicht selten zu falschen oder verspäteten Diagnosen. Beispielsweise kann es bis zur Diagnose der chronischen Unterbaucherkrankung Endometriose bis zu 15 Jahre dauern. Bei Frauen werden Symptome oft verharmlost oder aber mit anderen – meist psychischen Erkrankungen – in Verbindung gebracht. Nicht selten lautet die ärztliche Diagnose schlichtweg, dass die Patientin überreagiert. Welchen Effekt das tatsächlich auf die Psyche der Frauen hat, steht dann auf einem anderen Papier. Gendermedizin bedeutet aber auch, dass Männer ebenfalls geschlechtsspezifisch behandelt werden müssen. So sterben sie beispielsweise häufiger an Krebs: Warum ist das so? Depressionen und Osteoporose werden bei ihnen oft gar nicht erkannt. Außerdem ist auch noch nicht erforscht, wieso Frauen im Schnitt fünf Jahre länger leben als Männer. Es ist aber immerhin deutlich, dass die geschlechtsspezifische Medizin unverzichtbar ist und es auf dem Gebiet der Lehre und Forschung noch viel zu tun gibt.

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