Erzieher verunsichert: Kita-Kinder mit Schnupfen nach Hause oder nicht?

Corona und Kita – das ist schon seit März ein echter Balanceakt für Erzieher. Mit dem Herbst rollt auch noch die Erkältungswelle auf uns zu – und kleine Kinder werden zu Virenschleudern. Mit allen Hygiene-Auflagen und Vorsichtsmaßnahmen, mit denen Erzieher sich beschäftigen müssen, kommt also die Frage: Müssen wir die Kleinen bei jedem Schnupfen oder Hüsteln nach Hause schicken? Die Folgen sind doch: Wütende Eltern, überlastete Arztpraxen und gestörte Abläufe bei der pädagogischen Arbeit. Tatsächlich kocht mal wieder jedes Bundesland sein eigenes Süppchen, wenn es um die Frage geht, ob verschnupfte Kinder in Corona-Zeiten die Kita besuchen dürfen oder nicht. Da Eltern verständlicherweise Sturm laufen, heißt es in den meisten Ländern inzwischen: Kleine Triefnasen sind erlaubt. Denn mal ehrlich, es gibt doch Kinder, die gefühlt die meiste Zeit im Jahr mit laufender Nase herumlaufen, dabei aber dennoch topfit sind!

Neue Regelungen sollen die Schnupfenfrage klären

Über Monate riefen Erzieher bei Mamas und Papas an und sagten: Holt bitte euer Kind ab, es hat Schnupfen! Eine reine Vorsichtsmaßnahme, auch geboren aus der Verunsicherung. Denn gibt es auch nur einen Corona-Fall in der Kita, droht die sofortige Schließung und damit ein Riesenchaos. So galt das Credo, Kinder schon bei leichten Erkältungssymptomen gar nicht erst aufzunehmen oder eben nach Hause beziehungsweise zum Arzt zu schicken. Schnoddernase? Da muss doch ein Corona-Test her!
Jetzt gibt es endlich Grund zum Aufatmen, zumindest für die Eltern. Die meisten Bundesländer erlauben es ihnen wieder, ihre Kinder mit Schnupfen in den Kindergarten oder die Schule zu schicken. Kinder sind nämlich sehr häufig erkältet. Im ersten Kita-Winter, den ein Kind erlebt, durchläuft es mitunter zehn bis 15 Infekte und im zweiten sind es immer noch fünf bis zehn. Keine Frage: Es ist eine kniffelige Aufgabe, den Infektionsschutz einzuhalten, aber eben auch dem pädagogischen Auftrag nachzukommen.

Jedes Bundesland hat eigene Vorgaben

Soweit so gut. Aber wo wird denn nun eigentlich die Grenze gezogen? In vielen Ländern sollen Eltern und Erzieher einem Schema folgen. In Berlin dürfen Kinder mit Schnupfen oder Husten aber ohne Fieber in die Kita oder Schule gehen – aber ab 38.5 Grad 24 Stunden zu Hause bleiben. Verstärken sich die Symptome, sind ein Arztbesuch und gegebenenfalls ein Corona-Test angesagt. Nur: Berliner Kinderärzte klagen weiterhin über volle Wartezimmer und Forderungen von Kitas, Atteste auszustellen über negative Covid-19-Tests. Dabei obliegt es nur Ärzten – nicht den Pädagogen – diesen Test zu veranlassen. Lediglich der Mediziner darf also sagen, dass ein Test notwendig ist. Die Angst, etwas falsch zu machen ist bei den übervorsichtigen Erziehern offensichtlich groß.
Eine einheitliche Regelung, wie mit erkälteten Kindern umgegangen werden sollte, existiert nicht. Das Länder-Klein-Klein zeigt sich schon bei der Auslegung von typischen Corona-Symptomen, wie Husten. In Berlin ist „anhaltender“ Husten ein Kriterium dafür, das Kind zu Hause zu lassen. In Baden-Württemberg und Hamburg ist das Kriterium wiederum „trockener“ Husten. Viele Länder haben unterschiedliche Regelungen für Schule und Kita, während andere dort keinen Unterschied machen. Und während in Nordrhein-Westfalen Kinder mit Schnupfen 24 Stunden zu Hause beobachtet werden müssen, macht es sich Sachsen-Anhalt einfach, indem es das sogenannte „Schnupfenpapier“ mit Empfehlungen herausgebracht hat und ansonsten Eltern einmalig unterschreiben lassen, dass sie ihr Kind nicht mit typischen Sars-CoV-2-Symptomen in die Einrichtung schicken würden.

Unspezifische Corona-Symptome machen  Handlungsempfehlungen schwierig

Das größte Fragezeichen bleibt aber: Wie äußert sich Corona bei Kindern eigentlich? Bei welchen Symptomen ist Vorsicht geboten? Britische Forscher fanden etwa heraus, dass nur die Hälfte von Corona-erkrankten Kindern Fieber, Husten oder den Verlust von Geruchs- oder Geschmackssinn aufwiesen. Dafür aber Erbrechen, Durchfall, Hautausschlag und Kopfschmerzen. Oder eben gar keine Symptome. Ganz schön unspezifisch, um konkrete Handlungsempfehlungen zu machen. Schnupfen – um wieder zum Thema zurückzukommen – gehört wohl aber erwiesenermaßen wirklich nicht zu den typischen Corona-Symptomen.

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Die Zeiten bleiben also hart – nicht nur für die Eltern von Kita-Kindern, sondern natürlich auch für euch, liebe Pädagogen! Seit einem halben Jahr wird euch eingebläut: Sicherheit und Infektionsschutz müssen an erster Stelle stehen. Und dabei macht ihr tapfer weiter bei eurer Arbeit, trocknet Tränchen, nehmt auch kleine Schnoddernasen auf den Schoß und habt zu Zeiten der Kita-Schließungen die Notbetreuung am Laufen gehalten. Immer mit dem Wissen, dass ihr einer erhöhten Ansteckungsgefahr ausgesetzt seid. Die Gesellschaft zieht den Hut vor euch! Und Promedis24 will euch belohnen mit dem perfekten Berufsglück. Denn bei all diesen Belastungen wäre es doch schön, sich seine Arbeitszeiten selbst aussuchen zu können und eine gute Work-Life-Balance zu haben, oder? Herzmenschen der Sozial- oder Gesundheitsbranche können ihre Stellensuche  jedenfalls komplett in die Hände von Promedis24 legen. Der Profi der Arbeitnehmerüberlassung weiß, worauf es ankommt. Unsere geschulten und kompetenten weisen jedem Bewerber den für ihn maßgeschneiderten Weg zum Traumjob. Melden Sie sich noch heute – und überlassen uns den ganzen Rest!

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