Die Pflege und das Ehrenamt: Freiwillige vor!

Gute Ideen, mutiges Umdenken und tatkräftiger Einsatz sind gefragt. In der Pflegebranche knarzt und ächzt es schon jetzt – da mag man gar nicht an die Zukunft denken. Was ist, wenn die Demografiekeule zuschlägt und die Babyboomer in den Ruhestand gehen? Schon jetzt können sich die hoch belasteten Fachkräfte aus der Pflegebranche oder pflegende Angehörige oft nur um das Allernotwendigste kümmern. Vielleicht ist das freiwillige Engagement im Ehrenamt eine Lösung – ausreichend Potenzial und Motivation sollten doch da sein!

Immer wieder zeigen die Menschen eine große Bereitschaft, ehrenamtlich tätig zu sein. Dieses Potenzial gilt es, systematisch zu nutzen – mindestens für niedrigschwellige Angebote im Zusammenhang mit der Altenpflege. Der Gedanke, später selbst einmal von einem solchen System profitieren zu können, liegt auf der Hand. Schon heute gibt es verschiedene Möglichkeiten und auch immer wieder neue Projekte mit dem Ziel, die Situation in der Pflege durch ehrenamtliche Helfer zu verbessern. In unserer Funktion als Gern-Erklärer vom Dienst geben wir Ihnen hier einen kleinen Überblick.

Gesundheitsministerium fördert das Ehrenamt

Das Gesundheitsministerium hat das Potenzial der Freiwilligen bereits erkannt und fördert das Ehrenamt mit Finanzmitteln für den Ausbau von Angeboten zur Unterstützung im Alltag, den Aufbau von ehrenamtlichen Strukturen oder auch für Modellprojekte. Bei der freiwilligen Unterstützung geht es um Betreuung, praktische Hilfen oder auch Angeboten zur Entlastung von Pflegepersonen.

Pflegeeinrichtungen sind berechtigt, ehrenamtlich Tätigen eine Aufwandsentschädigung zu zahlen und Schulungen anzubieten, die sie mit den Pflegekassen abrechnen können. Und wer mit dem Gedanken spielt, ehrenamtlich in der Pflege tätig zu werden, kann auch kostenlos an Pflegekursen der Pflegekassen teilnehmen. Weitere Informationen dazu finden Sie hier

Wo können Angehörige ehrenamtliche Helfer finden?

Wer durch einen pflegebedürftigen Angehörigen selbst ans Limit kommt und gern ehrenamtliche Hilfe in Anspruch nehmen möchte, kann beim Pflegestützpunkt seiner Gemeinde anfragen, wer eine solche Unterstützung vermitteln kann – beispielsweise freie Träger der Altenpflege oder die Kirche. Auch in den Pflegeeinrichtungen kann es einen Ansprechpartner geben. Nicht immer allerdings sind freiwillige Dienste kostenlos.

Niedrigschwellige Angebote durch freiwillige Helfer sind grundsätzlich als Ergänzung zu den Leistungen der Pflegefachkräfte zu betrachten, sie sollen diese nicht ersetzen. Gerade auch bei dementen Personen können ehrenamtlich Tätige eine große Unterstützung darstellen. Hilfe kann etwa in Form von Spaziergängen erfolgen oder durch gemeinsames Kochen oder das Durchblättern von Fotoalben. Weitere Informationen finden Sie hier

Projekte und Ideen für bessere Altenpflege

Schon vor Jahren zeigte das Modellprojekt „beziehungsweise“ der Freiwilligen-Agentur Halle-Saalkreis e.V., dass gute Strukturen freiwilliges Engagement fördern. Insbesondere eine Freiwilligen-Koordinierungsstelle in den Pflegeeinrichtungen erwies sich als sinnvoll. Den ehrenamtlichen Helfer selbst war es unter anderem wichtig, ausreichend qualifiziert zu sein, aber auch anerkannt und gut integriert.

Einen Schritt weiter geht das aus den Niederlanden entlehnte Pilotprojekt Buurtzorg, das aktuell in der ambulanten Pflege im Münsterland getestet wird. Es räumt seinen Pflegefachkräften einerseits bei Bedarf mehr Zeit ein, andererseits werden vorhandene Angehörige und Nachbarn in die Pflege einbezogen. Auch die Pflegebedürftigen selbst sollen so viel wie möglich eigenständig schaffen – selbst wenn dies länger dauert. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.  

Von Recht bis Demenz: Schulungen für Ehrenamtliche

In den Schulungen für ehrenamtliche Helfer in der Altenpflege geht es um viele verschiedene Aspekte. Dazu gehören unter anderem:

  • Rechtliche Fragen
  • Notfallsituationen und Konflikte
  • Demenz
  • Kommunikation
  • Einsatz- und Beschäftigungsmöglichkeiten
  • Hilfsmöglichkeiten und Wohnformen

Schulungen für Ehrenamtliche in der Pflege werden überall angeboten – unter anderem von Diakonie, Johannitern, Lebenshilfe oder Alzheimer Gesellschaft.

Ehrenamtliche Tätigkeit wird natürlich nicht vergütet – allenfalls mit einer Aufwandsentschädigung etwa für Fahrtkosten. Würden darüber hinausgehende Zuwendungen gezahlt werden, würde ein nicht regulierter zweiter Arbeitsmarkt in der Pflege entstehen, den niemand wollen kann. Um den wachsenden Pflegebedarf meistern zu können, wird es in der Zukunft also ganz entscheidend auf echtes, unentgeltliches Engagement ankommen. Es ist ein wichtiger Puzzlestein, um die Situation in der Pflege zu verbessern – für alle Beteiligten.

Promedis24 sorgt schon jetzt für Traumjobs in der Pflege

Die Problemlöser von Promedis24 kennen die Herausforderungen, die die vielen Herzmenschen aus der Pflege tagtäglich in ihrer Arbeit zu meistern haben, denn Promedis24 hat sich auf Jobs im Gesundheits- und Sozialbereich spezialisiert – deutschlandweit und in der Schweiz. Um den Fach-, Hilfs- und Führungskräften im Pflegebereich das Leben ein gutes Stück leichter zu machen, hat sich Promedis24 auf die Fahne geschrieben, wahre Lieblingsjobs zu erschaffen.

Wie das geht? Die Möglichmacher von Promedis24 verknüpfen die spannendsten Jobs aus dem Pflegebereich mit den individuellen Wünschen der Pflegekräfte. Sie wissen: Nur wer rundum glücklich und zufrieden ist, macht seinen Job auch gut und gerne. So haben am Ende alle etwas davon: die Einrichtungen, die Mitarbeiter und natürlich vor allem die Senioren selbst! Die Wünsche der Menschen sind so verschieden wie die vielen Pflegeprofis selbst: Da gibt es Early Birds und Nachteulen, Pendler und Alleinerziehende. Sie alle haben ihre ganz persönlichen Bedürfnisse, und Promedis24 hat langjährige Erfahrung darin, maßgeschneiderte Traumjobs zu kreieren. Möchten Sie mehr erfahren? Dann kontaktieren Sie uns! Wir freuen uns darauf, Sie kennenzulernen.

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