Corona-Spätfolgen: Wenn die Krankheit immer weitergeht

Kontaktbeschränkungen, Maskenpflicht, (Teil-)Lockdown: Corona hat uns weiterhin fest im Griff. Und jetzt häufen sich noch Meldungen zu vermeintlichen Spätfolgen von COVID-19. Extreme Erschöpfung, neurologische Aussetzer, psychische Beschwerden – das alles wird immer wieder von Patienten geschildert, die als genesen gelten. Hat dieser Alptraum denn nie ein Ende?

Spätere Beschwerden trotz mildem Verlauf

Obwohl jetzt sehr viel mehr bekannt ist über dieses Virus, das vor knapp einem Jahr in China gefühlt aus dem Nichts kam, bleibt eben noch vieles unerforscht. Und vor allem ziemlich unberechenbar: Denn niemand weiß, wie der eigene Körper auf eine Infektion reagieren würde. Die einen haben gar keine Symptome, andere nur milde, die einer Erkältung ähneln. Und dann eben die mit den schweren Verläufen und der Behandlung auf der Intensivstation inklusive künstliche Beatmung. Das bleibt ein Schreckensszenario, auch, wenn sich jüngere Leute oftmals auf der sicheren Seite fühlen. Ganz nach dem Motto: Schweres COVID-19 bekommen doch schließlich nur Ältere und Menschen mit Vorerkrankung – dann kann ich ja auch heimlich mit meinen Freunden feiern. Nun mehren sich die Berichte von Patienten, die unter Spätfolgen leiden, und viele von ihnen sind jung und gehören nicht zur sogenannten Risikogruppe!

Selbst nach einem milden Verlauf, der häufig schon Monate zurückliegt, klagen die Betroffenen darüber, dass einfach nichts mehr so läuft wie vorher. Junge, einst fitte Menschen, die gerne Sport trieben, erzählen von totaler Schwäche. Früher wurde im Fitnessstudio Eisen gebogen, heute ist es kaum möglich, die Wohnung zu saugen und selbst das Stehen in der Dusche fällt schwer, weil einfach die Kraft fehlt. Weitere Beschwerden, die beschrieben werden, sind beispielsweise Kopfschmerzen, Lähmungserscheinungen, schwere Konzentrationsstörungen, Übelkeit, Herzrasen nach kleinster Anstrengung, Durchfall, Schwindel… die Liste ist lang.

Jeder zehnte Patient hat Folgesymptome

Doch wie kommt es, dass bei einigen der Corona-Spuk einfach kein Ende nimmt? Und bei wie vielen treten solche Spätfolgen überhaupt auf? Nach Untersuchungen des Londoner King‘s College von mehr als 200.000 COVID-19-Patienten leidet jeder zehnte  unter Folgeproblemen. Forscher aus Rom beschreiben sogar, dass 87 Prozent der untersuchten Krankenhauspatienten noch nach zwei Monaten mindestens ein Beschwerdesymptom haben.

Für solch eine Symptomatik gibt es einen Namen: postvirale Fatiguezustände (von englisch „Fatigue“ = extreme Müdigkeit/Erschöpfung). Die sind bis zu sechs Monate nach einer überstandenen Virusinfektion nicht ungewöhnlich. Viele fühlen sich nicht so leistungsfähig wie zuvor und haben auch den einen oder anderen geistigen Aussetzer. Bei den meisten Menschen gibt sich das aber wieder. Gehen die Beschwerden jedoch  über ein halbes Jahr hinaus, so spricht man von Myalgischer Enzephalomyelitis/Chronischem Fatigue Syndrom (ME/CFS). Nach der SARS-Epidemie 2004 erhielten tatsächlich rund 27 Prozent der Erkrankten diese Diagnose. Heißt: Die Erschöpfungszustände waren chronisch geworden. Und ganze 40 Prozent hatten mit unangenehmen und beeinträchtigenden Folgesymptomen zu kämpfen, wie sie jetzt auch Ex-Coronakranke beschreiben. SARS-CoV-2 könnte also ganz ähnliche langfristige Konsequenzen mitbringen wie seinerzeit SARS. Eine unheimliche Aussicht – und eine, die man ernstnehmen sollte, wie Ärzte empfehlen.

Absolute Schonung bei Post-Corona-Erscheinungen

Der britische Infektiologe Professor Paul Garner litt selbst an Corona-Spätfolgen und schrieb, um sie bekannt zu machen, ausführlich darüber im Blog des Medizinjournals BMJ. In einem BBC-Interview betont er, wie wichtig eine komplette Ausheilung von COVID-19 ist und dass Schonung extrem wichtig dafür sei: „Wieder zurück zur Arbeit zu eilen, weil man es muss, erhöht die Wahrscheinlichkeit, wieder krank zu werden und verzögert wahrscheinlich die Erholung – und ich glaube, das haben viele Menschen nicht richtig durchdacht.“ Garner, sowie andere Experten, beobachteten eine Verschlimmerung oder ein Wiederauftreten der Symptome nach körperlichen Aktivitäten. Das heißt, dass Anstrengung unbedingt vermieden werden sollte, damit es eben nicht zu einer Chronifizierung kommt – denn manche leiden sogar jahrzehntelang an ME/CFS. Ob das auch auf Post-COVID-Patienten zutrifft, ist natürlich noch nicht absehbar. Trotzdem ist es nach überstandener Corona-Infektion sehr wichtig, gut auf die Signale seines Körpers zu achten. Gar nicht so einfach, wenn man einen fordernden Job und Familie hat – aber es muss eben sein. Auch eine Kur ist denkbar, um sich zu erholen und langsam und unter professioneller Begleitung wieder zu Kräften zu kommen.

Eines ist klar: Wissenschaftler beforschen Corona auf Hochtouren – auch die Spätfolgen. Da lesen wir so manche Horrornachricht von potentiellen Folgeschäden an Lunge, Herz oder Gehirn. Und nun eben auch noch die Berichte von quälenden Fatigue-Symptomen. Was aber auch klar ist: Langzeitstudien existieren einfach noch nicht. Wir stehen weiterhin ziemlich am Anfang. Also verhalten wir uns präventiv, halten uns natürlich an die Empfehlungen und hoffen das Beste. Den Silberstreif am Horizont – die Impfung! – ist ja immerhin auch schon sichtbar.

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