Bin ich vitaminwahnsinnig? Das Geschäft mit der gesunden Ernährung

Unsere Generation ist topfit! Es wird nicht mehr geraucht, weniger Fleisch gegessen, weniger rumgesessen. Eine strahlende Gesundheit ist das neue Statussymbol. Ernährung wird zu einer Identität und Orientierung. Die Lebensmittelindustrie ist längst auf den Zug aufgesprungen und bietet alles, was die Konsumenten suchen. Veganes Superfood in Bioqualität, vor Vitaminen und Mineralstoffen strotzend, füllen keine Nischen mehr im Supermarkt, sondern ganze Gänge und sogar eigene Geschäfte. Aber ist das überhaupt noch gesund?

Gesundheit: Vegan bedeutet nicht automatisch gesund

Chia hier, Quinoa da: Essen ist zu einem Lifestyle geworden. Die Werbung bearbeitet unser Gewissen und schlägt uns auch direkt das richtige Produkt vor, um uns gut zu fühlen. Und das will doch schließlich jeder, oder? Natürlich sind eine gesunde Ernährung und ausreichend Bewegung super wichtig. Aber übertreiben sollte man es auch nicht. Durch immer neue Food Trends wie Clean Eating, Veganismus und  minimalistische Ernährung gibt es viele Menschen, bei denen das gesunde Essverhalten lebensbestimmend wird. Aus dem Healthy-Food-Trend ist bereits ein neuer Krankheitsbegriff entstanden: Orthorexia. Der Zwang, sich gesund zu ernähren, wird bereits als Form der Essstörung anerkannt, auch wenn es zunächst keine negativen körperlichen Folgen für die Betroffenen hat. Aber die Psyche ist schwer betroffen. Das kann so weit gehen, dass fast alle Lebensmittel abgelehnt werden, weil in ihnen eine Gefahr gesehen wird. Etwa, weil sie mit Pestiziden, Keimen oder sonstigen Schadstoffen verunreinigt sein könnten. Bio-Lebensmittel oder Vollwertkost sind Pflicht, dafür werden keine Zusatzstoffe oder Geschmacksverstärker verzehrt, Zucker und Weizen sind ebenfalls tabu.

Klingt erstmal nach einer gesunden und ausgewogenen Ernährung, doch bei Orthorexie artet die Umsetzung in Besessenheit aus. Im Extremfall wird nur noch das gegessen, was man im Garten selbst angebaut hat. Durch das zwanghafte Verhalten ist ein normaler Alltag kaum noch denkbar. Langfristig sind Mangelernährung und Abmagerung die Folgen, die zu einem viel zu niedrigem Blutdruck und verlangsamten Puls führen können. Gesund bedeutet also nicht immer automatisch gesund. Eine Studie der Universität Gießen hat kürzlich gezeigt: Wer sich überwiegend und auf Dauer von Rohkost ernährt, schwächt sein Immunsystem langfristig. Veganer und auch Vegetarier, die Wert auf eine gesunde Ernährung mit Fokus auf Obst und Gemüse legen, erhöhen mit jedem Bissen das Risiko, fatale Mangelerscheinungen zu bekommen. Oft fehlt es ihnen an Eiweiß, bestimmten Vitaminen wie B-12, Omega-3-Fettsäuren und Mineralstoffen. Doch all dies benötigt der Körper, um funktionieren zu können und gesund zu bleiben.

Nahrungsergänzung: Zu viele Vitamine schaden der Gesundheit

Egal, wozu gibt es Nahrungsergänzungsmittel? Aber Vorsicht: Mediziner und Ernährungsexperten sehen hier nur schädliche Überdosierungen, die direkt die nächsten Baustellen eröffnen. Jeder dritte Deutsche dopt sich bereits mit künstlichen Vitaminen und Mineralstoffen. Dabei ist der Nutzen der Präparate nach wie vor umstritten. Die Folgen hingegen sind klar: So hat beispielsweise eine Studie in Baltimore, USA, gezeigt, dass Vitamin E in zu hohen Mengen das Risiko, an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu sterben, um 10 Prozent steigert. Künstliches Vitamin C, etwa in einer Dosis von 500 mg am Tag, kann zu Nierensteinen, Durchfall, Osteoporose und Gicht führen. Auch Beta-Carotin wird schnell überdosiert und kann bei Rauchern, auch ehemaligen, zu Lungenkrebs führen. Nein danke.

Eine Überdosierung an Vitaminen und Mineralstoffen geht in fast allen Fällen auf die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln zurück. Den Tag über immer wieder zu frischem Obst zu greifen, hat keine negativen Folgen für den Körper. Gefährlich wird es erst, wenn man sich ausschließlich von Obst ernährt. Das gilt auch für alle anderen Nahrungsmittel. Denn nur eine abwechslungsreiche Ernährung trägt zum Erhalt der Gesundheit bei. Und ausgewogen bedeutet nun mal: von allem etwas. Ja, auch mal Kuchen und Schoki, Salamipizza oder Chips. Es kommt auf das richtige Verhältnis an. Sich auf frische Lebensmittel in Bio-Qualität zu konzentrieren, ist sehr gut. Das sollten wir alle tun und, auch im Sinne der Ökologie und Gesundheit, wenig Fleisch sowie wenig industriell bearbeitete Nahrung zu uns nehmen. Aber eben nicht nur. Es darf nicht zu einseitig werden und es darf vor allem nicht unseren Alltag einschränken. Oder unsere Lust. Wer im Sommer spontan Appetit auf ein Eis bekommt, sollte es sich einfach gönnen, ohne sich den Kopf zu zerbrechen. Schließlich bedeutet auch eine Lust am Essen Lebensqualität und somit letzten Endes: Gesundheit.

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