04.08.2017

Verdi und Pflegeverband sehen Handlungsbedarf bei Intensivpflege


Als Reaktion auf die Studie des Deutschen Krankenhausinstituts (DKI) zur Intensivpflege haben die Gewerkschaft Verdi und der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) schnelle Änderungen angemahnt. Der DBfK fordert, Personaluntergrenzen für alle Bereiche im Krankenhaus einzuführen. Verdi schlägt vor, als Soforthilfe keine Pflegefachkraft nachts oder am Wochenende allein arbeiten zu lassen.

 

Laut der DKI–Studie hatte im Herbst vergangenen Jahres etwa die Hälfte aller befragten Kliniken Probleme, Pflegestellen in ihren Intensivbereichen zu besetzen. Dies zeige, "dass Pflegefachpersonen nicht länger bereit sind, sich unter Wert zu verkaufen und miserable Bedingungen hinzunehmen", erklärte DBfK–Sprecherin Johanna Knüppel. Nach Ansicht von Verdi verließen viele Pflegekräfte den Beruf oder reduzierten ihre Arbeitszeiten wegen der "viel zu dünnen Personaldecke", heißt es in einer Pressemitteilung der Gewerkschaft. Der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Georg Baum, hatte hingegen gestern bei der Vorstellung der DKI–Studie auf die Finanzierungsprobleme aufmerksam gemacht. "Eine wichtige Voraussetzung, um künftig noch mehr attraktive Arbeitsplätze in der Pflege anbieten zu können, ist eine gesicherte Refinanzierung der Kosten, beispielsweise in Form eines Tarifausgleichs", so Baum.

 

Nach Einschätzung der DKG werden die Patienten derzeit trotz des Personalprobleme gut versorgt. Insgesamt erfüllten 75 Prozent der Krankenhäuser die Fachkraftquoten der Fachgesellschaft auf Intensivstationen von 30 Prozent. Eine Pflegekraft versorge im Durchschnitt 2,2 Patienten pro Schicht. Die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv– und Notfallmedizin (DIVI) empfehle eine Quote von 2.

 

Quelle: Hendrik Bensch, Öffnet externen Link in neuem FensterBibliomed


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